Wissenschaftliche Veröffentlichungen

rTMS und personalisierte Medizin bei Depression und Zwangsstörung

Für ein grundlegendes Verständnis zur rTMS als Behandlungsmethode bei Depression empfehlen wir, die folgenden Artikel zu lesen. Die Artikel stellen wir Ihnen als Volltext zur Verfügung:

Donse, Padberg, Sack, Rush & Arns (2017). Simultaneous rTMS and Psychotherapy in Major Depressive Disorder: Clinical Outcomes and Predictors from a Large Naturalistic Study. Brain Stimulation.

Diese Studie zeigt, dass die Kombination von rTMS mit Psychotherapie (gemäß dem Protokoll, das wir in den neuroCare-Therapiezentren einsetzen) effektiver ist als jede der Therapien für sich. In dieser Studie an 196 Patienten mit  "behandlungsresistenter" Depression verbesserten sich die Symptome bei 66% der Patienten nach durchschnittlich 21 Sitzungen. Bei 65% dieser Gruppe hielten die Effekte auch nach 6 Monaten noch an. Dies deutet darauf hin, dass der kombinierte Ansatz die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein Patient eine vollständige Remission erreicht.

 

Spronk, Arns & Fitzgerald (2010). repetitive Transcranial Magnetic Stimulation in Depression: Protocols, Mechanisms and New Developments. Neurofeedback and Neuromodulation Techniques and Applications (2011): 257.

Über diesen Link gelangen Sie zu einem allgemeinen Buchkapitel, welches einige Hintergründe der rTMS als Behandlungsmethode bei Depression erläutert.

Arns, Drinkenburg, Fitzgerald & Kenemans (2012). Neurophysiological Predictors of Non-Response to rTMS in Depression. Brain Stimulation, 5(4), 569-576

Nachfolgend finden Sie eine Darstellung der klinischen Effekte zur rTMS-Behandlungsmethode, welche wir in den neuroCare Therapiezentren einsetzen. Dort kombinieren wir rTMS mit Psychotherapie. Die Tabelle 1 zeigt, dass die Therapiemethode bei 78% der behandelten Depressionspatienten wirksam ist. Die Veröffentlichung beschreibt außerdem einige Wirkvariablen des EEG, welche aktuell weitergehend untersucht und repliziert werden. Dies erleichtert die Vorhersage über zu erwartende Behandlungsergebnisse der rTMS anhand von Baseline Brainimaging Daten.

 

Donse, Sack, Fitzgerald & Arns (2017). Sleep Disturbances in Obsessive Compulsive Disorder: Association with Non-Response to repetitive Transcranial Magnetic Stimulation (rTMS). Journal of Anxiety Disorders, 49, 31 - 39 DOI:10.1016/J.JANXDIS.2017.03.0

Nachfolgend die ersten Forschungsergebnisse zur Anwendung von rTMS bei therapieresistenten Zwangsstörungen. 55% der Patienten sprachen auf die Behandlung an. Die Studie zeigte außerdem, dass Einschlafstörungen einen zuverlässlichen Prädiktor für das Nichtansprechen auf rTMS darstellen.

Arns et al. (2016). EEG Alpha Asymmetry as a Gender-Specific Predictor of Outcome to ACute Treatment with Different Antidepressant Medications in the Randomized iSPOT-D Study. Clinical Neurophysiology, 127(1), 509-519

Eine große multizentrische Studie illustriert das Potential, welches in der Erfassung eines EEGs zur   Vorherhersage der möglichen Behandlungsergebnisse liegt. Dies wird eine der bedeutendsten Innovationen in der Psychiatrie in den kommenden Jahren sein.

Iseger et al. (2017) Neuro-Cardiac-Guided TMS (NCG-TMS): Probining DLPFC-SGACC-VAGYS Nerve Connectivity Using Hear Rate - First Results. Brain Stimulation, HTTP://DX.DOI.ORG/10.1016/J.BRS.2017.05.002

Eine erste Machbarkeitsstudie zeigt einen möglichen Weg auf, um den DLPFC über die Herzrate zu lokalisieren. Die Methode soll für eine verbesserte rTMS-Behandlung eingesetzt werden (Neuro-Cardiac-Guided TMS, NCG-TMS).

 

Nachfolgend finden Sie weitere externe Veröffentlichungen und bedeutende Studien, welche die Wirksamkeit von rTMS bei der Behandlung von Depressionen belegen:

O'Reardon et al. (2007) Efficacy and Safety of Transcranial Magnetic Stimulation in the Acute Treatment of Major Depression: A Multisite Randomised Controlled Trial. Biology Psychiatry, 62(11), 1208 - 1216

Die folgende randomisierte, multizentrische, doppelblinde, plazebokontrollierte Studie war entscheidend dafür, dass die rTMS in den USA die FDA-Zulassung für die Depressionsbehandlung erhielt.

 

George et al. (2010) Daily Left Prefrontal Transcranial Magnetic Stimulation Therapy for Major Depressive Disorder:  A Sham-Controlled Randomized Trial. Archives of General Psychiatry, 67(5), 507 - 516

Es folgt eine unabhängige NIMH-geförderte Replikation der zuvor genannten multizentrischen Studie, welche die Wirksamkeit der rTMS bei Depression bestätigt.

Schutter (2009) Antidepressant Efficacy of High-Frequency Transcranial Magnetic Stimulation over the Left Dorsolateral Prefrontal Cortex in Double-Blind-Sham-Controlled Designs: A Meta-Analysis. Psychological Medicine, 39(01), 65 - 75

Eine Metaanalysen, welche die Wirksamkeit von hochfrequenter rTMS bei der Behandlung von Depression demonstriert.

Schutter (2010)Quantitative Review of the Efficacy of Slow-Frequency Magnetic Brain Stimulation in Major Depressive Disorder. Psychological Medicine, 40(11), 1789 - 1795

Eine Metaanalysen, welche die Wirksamkeit von niederfrequenter rTMS bei der Behandlung von Depression demonstriert.

Carpenter et al. (2012) Transcranial Magnetic Stimulation (TMS) for Major Depression: A Multisite, Naturalistic, Observational Study of Acute Treatment Outcomes in Clinical Practice. Depression and Anxiety, 29(7), 587 - 596

Die folgende Veröffentlichung zeigt die Wirksamkeit einer großen multizentrischen naturalistischen Studie zur klinischen Wirksamkeit der rTMS bei Depression.

Dunner et al. (2014) A Multisite Naturalistic, Observational Study of Transcranial Magnetic Stimulation for Patients with Pharmacoresistant Major Depressive Disorder: Durability of Benefit Over a 1-Year Follow-Up Period. The Journal of Clinical Psychiatry, 75(12), 1394 - 1401

Diese Veröffentlichung präsentiert die Follow-up Ergebnisse der oben genannten Studie. Es zeigen sich günstige Langzeiteffekte der rTMS über einen Zeitraum von 12 Monaten.

Lefaucheur et al. (2014) Evidence-Based Guidelines on the Therapeutic Use of repetitive Transcranial Magnetic Stimulation (rTMS). Clinical Neurophysiology, 12511), 2150 - 2206

Die folgende Veröffentlichung beinhaltet einen systematischen Review, Metaanalysen sowie Leitlinien zum therapeutischen Einsatz der rTMS. Sie überprüft die Evidenz der rTMS für verschiedene psychiatrische und neurologische Indikationen und empfiehlt Level A und Level B Evidenz für die Behandlung bei Depression, Schmerz, Parkinson und Schlaganfall.


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