Leichteres Lernen nach Neurofeedback der Alpha-Wellen

München, 21.01.2019

Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum konnten belegen, dass die Alpha-Oszillationen des Gehirns eine wesentliche Rolle beim Lernen spielen und dass sie durch Neurofeedback trainiert werden können. Die Alpha-Wellen liegen zwischen 8 und 13 Hertz und sorgen vermutlich dafür, dass nicht-relevante Informationen unterdrückt werden. Ein hoher Anteil an Alpha-Wellen wird dabei mit hoher Aufmerksamkeit und besseren Ergebnissen bei kognitiven Aufgaben assoziiert.

In der Studie trainierten 76 Personen ihre Alpha-Aktivität mit dem Neurofeedback-System THERA PRAX®. Die Hälfte der Teilnehmer sollte die Alpha-Wellen fördern, die andere Hälfte sollte sie unterdrücken. Beiden Gruppen gelang es bereits nach zwei Trainingssitzungen, die Aktivität in die gewünschte Richtung zu verändern.

In der anschließenden Lernaufgabe für den Tastsinn schnitt die Gruppe mit erhöhter Alpha-Aktivität deutlich besser ab, als eine untrainierte Kontrollgruppe. In der anderen Gruppe gab es keinen Lerneffekt.

Die Wissenschaftler Marion Brickwedde und PD Dr. Hubert Dinse erhoffen sich aus den Ergebnissen, dass das Alpha-Neurofeedback sowohl für das alltägliche Lernen, als auch in der Rehabilitation und anderen klinischen Bereichen nutzbringend sein wird.

Quelle: Somatosensory alpha oscillations gate perceptual lerning efficiency

Weiterlesen: Zur Pressemitteilung der Ruhr-Universität Bochum


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