Mit neuroCare erfolgreich in der Rehabilitation

Unsere neuroCare-Therapeuten sind Spezialisten für die Anwendung von Neuromodulation und Neurostimulation - Behandlungsmethoden, die unter anderem erfolgreich zur Rehabilitation von Hirnaktivität nach einem Schlaganfall eingesetzt werden. Während Ergotherapie, Sprechtherapie und Physiotherapie bei der Rehabilitation von motorischen Fähigkeiten und Sprache wichtig und notwendig sind, erfordern sie viel Zeit und Hingabe, um einen wirkungsvollen Einfluss zu haben. Neuromodulation oder Neurostimulation unterstützt diesen Prozess des "Wiedererlernens" und verbessern die Wirksamkeit der begleitenden Therapien.


Schlaganfall durch Rehabilitation behandeln

Es gibt zwei Ansätze, mit denen Therapeuten Einfluss auf die Gehirnaktivität nehmen, um die Regeneration nach einem Schlaganfall zu verbessern. Abhängig davon, wie schwer der Schlaganfall war und welche Gehirnbereiche betroffen sind, kommen entweder nicht-invasive passive Neurostimulationsmethoden (z. B. tDCS oder rTMS) oder nicht-invasive aktive Neuromodulationsmethoden (z. B. Neurofeedback) zum Einsatz.

Neurostimulationstherapien wie die tDCS (transkranielle Gleichstromstimulation) beeinflussen die Gehirnaktivität von außen. Die tDCS ist in der Lage Gehirnaktivität zu verändern, um Netzwerke zu stärken, die im Genesungsprozess bereits aktiviert wurden (z. B. durch die Übungen in der Ergo- und Physiotherapie). Im Allgemeinen benötigt der geschädigte Teil des Gehirns Zeit um sich zu erholen. Dabei wird jedoch manchmal die gesündere Seite des Gehirns im Verhältnis zur geschädigten zu dominant. Die tDCS kann die gesündere Seite hemmen und damit das betroffene Gebiet stärken.

Im Bereich Rehabilitation arbeitet neuroCare mit der HASOMED GmbH zusammen. Die tDCS, z. B. mit dem DC-STIMULATOR MOBILE, unterstützt als Ergänzungstherapie die Wirksamkeit der Systeme unseres Partners zur motorischen und kognitiven Rehabilitation (RehaCom, RehaMove, ArmLabor).

Auch nicht-invasive Neuromodulationsverfahren wie das Neurofeedback werden in der Rehabilitation eingesetzt. Beim Neurofeedback werden über ein EEG bestimmte Hirnaktivitäten gemessen und für die Betroffenen am Bildschirm sichtbar und damit wahrnehmbar gemacht. Über mehrere Sitzungen hinweg lernen sie, diese Aktivität von innen aus eigener Kraft zu beeinflussen. Das Neurofeedback steigert nicht nur das psychische Wohlbefinden sowie das Erleben von Selbstwirksamkeit, sondern ein Training der Langsamen Kortikalen Potentiale (SCP) scheint ein vielversprechender Ansatz in Bezug auf die Kognitive Rehabilitation zu sein (Kleih, S.C. et al., 2016, Treating attention deficit in chronic stroke patients using Slow Cortikal Potential (SCP) Neurofeedback)


Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall ist ein zerebrovaskuläres Ereignis, bei dem die Sauerstoffversorgung eines oder mehrerer Bereiche im Gehirn abgeschnitten wird. Dadurch wird die Körperfunktion, die von diesen Bereichen des Gehirns gesteuert wird, beeinträchtigt. Häufig sind die Sprachproduktion, die Wahrnehmung der Umgebung oder das Sehvermögen betroffen oder es kommt zu Lähmungen des betroffenen Körperabschnittes.

Der Schlaganfall ist eine der Hauptursachen für motorische Behinderungen bei Erwachsenen. Trotz umfangreicher Ergo- und Physiotherapie regenerieren sich die motorischen Funktionen meist nicht vollständig. Mehr als 60 % derjenigen, die einen Schlaganfall überleben, leiden dauerhaft an neurologischen Problemen. Damit gehen meist starke Einschränkungen in der Bewältigung des Alltags einher, so dass die Betroffenen dauerhaft auf Hilfe angewiesen sind. Dies kann eine verheerende Auswirkung auf das emotionale Wohlbefinden der Betroffenen wie auch der Angehörigen haben.


Wodurch wird ein Schlaganfall verursacht?

Es gibt mehrere Faktoren, die zum Schlaganfall führen können. Im Allgemeinen tritt ein Schlaganfall auf, wenn die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen wird oder ein Blutgefäß im Gehirn platzt. Dabei wird das Gehirn von der Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen abgeschnitten und Gehirnzellen sterben. Laut Forschungsergebnissen sind vor allem über 55-Jährige oder Menschen mit Übergewicht bzw. einem ungesunden Lebensstil (z. B. durch hohen Alkoholkonsum) gefährdet. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen.